Die Oper ist seit rund 400 Jahren ein Spiegel abendländischer Kultur. Es ist daher auch eine europäische Aufgabe und eine Chance, im Wettbewerb der Kulturen diese Kunstform zu pflegen und zu fördern.

„Die Intendanten brauchen dringend hochwertige Regietalente, das Publikum braucht sie, die Oper braucht sie. Deshalb ist dieser Europäische Opernregie-Preis so wichtig.“ Marc Clémeur, Intendant der Vlaamse Opera Gent/ Antwerpen.

 

Ein weltweit einzigartiger Wettbewerb

Als Lösung des Problems hat die Camerata Nuova e.V. den EOP – Europäischen Opernregie-Preis geschaffen. Das Besondere und Einmalige ist eine Aufführungsgarantie und einem Preisgeld von 35.000 Euro.

Im Jahr 2001 wurde der EOP zum ersten Mal im Hessischen Staatstheater Wiesbaden ausgeschrieben. Die internationale Jury stand unter dem Vorsitz von Klaus Zehelein, damals Intendant der Oper Stuttgart. Mit der Realisierung des siegreichen Konzeptes zu Ludwig van Beethovens Oper Fidelio wurden 2002 die Internationalen Maifestspiele in Wiesbaden eröffnet. Seitdem schreibt die Camerata Nuova den EOP zusammen mit der opera europa, einem Zusammenschluss von mehr als 160 internationalen Opernhäusern, alle zwei Jahre aus.

Konzepte müssen praxistauglich sein

Der Wettbewerb findet nicht im luftleeren Raum statt. Die Teilnehmer müssen ein komplettes Regie- und Ausstattungskonzept zu einer, von einem Opernhaus vorgegebenen Werk einreichen. Dort wird das siegreiche Konzept dann auch aufgeführt. Dabei müssen die technischen und personellen Möglichkeiten des Opernhauses berücksichtigt werden. Eine internationale Jury von Intendanten und Operndirektoren entscheidet in einem aufwendigen Verfahren, einschließlich einer praktischen Prüfung, welches Konzept zur Aufführung kommen wird.

Das Finale findet im Rahmen der Frühjahrs – oder Herbsttagung der Opera Europa statt.