opera:tasting

Immigranten – Flüchtlinge, Asylbewerber, Zuwanderer und junge Erwachsene mit Migrationshintergrund, im Alter von 18 bis 38 Jahren, kennen diese Kunstform aus kulturellen und religiösen Gründen zumeist nicht. Auch gleichaltrige „Einheimische“ beschäftigen sich nur selten mit Oper, andere Unterhaltungsangebote sind viel cooler.

Wir wollen alle zusammen auf Entdeckungsreise zur Oper schicken und damit einen gesellschaftspolitischen Beitrag zur Integration leisten. Gleichzeitig führen wir den Opernhäusern ein neues, junges Publikum zu, das diese gut gebrauchen können.

Die Oper eignet sich besonders gut, um Immigranten in unsere Gesellschaft ein- zuführen. In den meisten Werken werden Werte und Eigenschaften unserer abendländischen Kultur szenisch dargestellt. Das besondere: die Akteure auf der Bühne reden nicht, sondern singen miteinander.

 

Dialog:Bühne

Regelmäßig können wir in Feuilletons lesen, dass Zuschauer Opernaufführungen protestierend verlassen, dass Abonnements gekündigt werden, weil man nicht versteht, warum Alban Bergs Wozzeck in einem Hornbach-Baumarkt und Jules Massenets Werther in einem Waschsalon handelt. Isoldes Liebestod mit umgehangener Kalaschnikow, der Abschied von Mimi und Rudolf in Giacomo Puccinis La Bohème findet nicht vor dem Künstlerkaffee in Paris, sondern vor der Wurstbude unterm Autobahnkreuz statt. Ist die Opernregie das Ende oder die Zukunft des Musiktheaters?